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UK Kurs Teil 1

Inhaltsverzeichnis:

1.   Hintergründe zur Entstehung 

2.   Was ist Sprache?

2.1 Was ist UK?

3.   Teilhabe-Kultur

4.   Ja/ Nein Kommunikation

5.   Gebärden

1. Hintergründe zur Entstehung (15 Minuten)

UK wird international als augmentative and alternative communication (ACC) bezeichnet und stellt ein multidisziplinäres Feld dar. Ziel ist es die Kommunikation zu verbessern oder zu normalisieren.

Die historischen Ursprünge lassen sich über 200 Jahre zurückverfolgen. Itard und Abbé de L´Epée versuchten mittels alternativer Kommunikationsformen, zum Beispiel mit Gebärdensprache, gehörlose und taubblinde Kinder zu unterrichte, sowie sie in ihrer Entwicklung zu fördern. Daraus entwickelten sich besonders in Frankreich, Belgien, England, Deutschland, Schweden und der Schweiz die Umsetzung der Gebärdensprache. 

In den 1950er Jahren beschrieben Autorinnen mit cerebralen Bewegungsstörungen in Autobiografien ihre Bemühungen mittels ungewohnter, individueller und körpereigener Möglichkeiten zu kommunizieren. Sie verwendeten Blickrichtungen oder den Blick auf Gegenstände zur Kodierung für Buchstaben oder einzelne Worte.

Charles Bliss hat ein Symbolsystem erfunden, das 1971 in Toronto wiederentdeckt und für pädagogische Zwecke weiterentwickelt wurde.

Es ist assoziativ aufgebaut und logisch-kausaler nachzuempfinden und zu lernen, als der Erwerb von Schriftsprache. Ende der 1970er entwickelte sich die UK besonders in Nordamerika aus drei Strömungen heraus:

  • Gesetzgebung im Zuge der Antidiskriminierungsbewegung

  • Entwicklung neuer Technologien

  • Etablierung der Gebärdensprache 

1983 entwickelte sich die Organisation ISAAC (International Society for Augmentative and Alternative Communication).

Der Ableger in Deutschland ist die Gesellschaft für Unterstützte Kommunikation.

In der Logopädie und der Behindertenhilfe findet seit den 1980er Jahren bis heute fortwährend ein Paradigmenwechsel statt. Das Oralistendogma mit Fokus auf die Lautsprachbildung wurde überwunden.

Im Zentrum steht der Mensch mit der Möglichkeit sich besser auszudrücken.

Was UK für Menschen bedeutet, die keine Lautsprachbildung haben:

Hier gibt es fertiges Material zum herunterladen:

UK Kiste

Metacom

 

 

Aufgabe:

Notiere dir die für dich zentralen Inhalte und Ideen zu dem bisher wahrgenommenen.

Welche Fragen sind entstanden?

Noch Zeit? - scroll ganz runter!

Wechsle 10:30 Uhr in den Meeting Room und stelle deine Fragen.

2. Was ist Sprache? (30 Minuten)

Mit der Frage geht es für dich im Meeting Room weiter.

Aufgabe (15 Minuten):

Verständigt euch (2 - 5 Leute zusammen) und formuliert gemeinsam eine Definition auf dem Padlet.

 

Das Video zur Erklärung "Was ist Sprache?" erscheint nach der Beantwortung auf dem Padlet.

 

 

2.1 Was ist Unterstützte Kommunikation? (30 Minuten)

Aufgabe:

Lade dir das Workbook herunter.

Du kannst dir die gezeigten Inhalte des Videos "Was ist Sprache?" auf Seite vier und fünf deines Workbooks notieren.

Lese dir die Seiten eins und zwei durch. 

Im Anschluss bearbeite die Seite drei.

Zeit für einen Austausch: lasst uns darüber diskutieren im Meeting Room.

12:00 Uhr treffen wir uns im Meeting Room

 

deine wohlverdiente Pause! (45 Minuten)

3. Teilhabe-Kultur (90 Minuten)

Sieh dir das Video zur Teilhabe-Kultur an (nicht vergessen: notiere dir, was für dich wichtig ist).

Ergänze gerne die Entwicklungsebenen auf Seite 5 mit den jeweiligen Begriffen der Leichten Sprache und ggf. den Fachbegriffen der Ebenen (vorintentional, intentional, sozial, kognitiv).

 

Hast du bisher etwas für dich mitnehmen können?

Lass uns die Theorie in die (gedankliche) Praxis bringen!

Schnapp dir das Workbook, hol dir was zu trinken und bearbeite die Seiten sechs bis neun.

Los geht´s!

Hast du Fragen dazu? Lass uns diesen nachgehen und gemeinsam in den Austausch kommen.

14:45 Uhr Wir treffen uns im Meeting Room

Zurück zum Workbook - du schließt das Thema mit der Bearbeitung der Seiten zehn und elf ab.

Schau dir davor gerne noch folgendes Video an, wenn du magst. (15 Minuten)

5. Gebärden

 

Sascha Korf, ein Komiker, zeigt hier übertrieben lautsprachbegleitendes Gebärden (teils ausgedachte Gesten).

Das, was uns in unserer Kultur oft schwer fällt: deutlicher Ausdruck von Mimik und Gestik, ist jedoch das, was manche Menschen zur Unterstützung benötigen. Ein Grund, warum teilweise keine Gebärden eingesetzt werden ist, dass man sich unwohl dabei fühlt. Umso öfter wir etwas machen, umso leichter fühlt es sich an und umso mehr können wir unsere Kultur anpassen.

Also lade ich dich dazu ein aus der Komfort Zone zu gehen und "handgreiflich" - na ja, du weißt schon, "gestisch" zu werden.
 

15:15 Uhr Wir treffen uns im Meeting Room

 

 

Nach der Selbsterfahrung geht es in die Übungsphase...

Lade dir folgendes Arbeitsblatt herunter, sowie die Zusammenfassung zu den Gebärden - lies dir diese einmal durch (FC erst mal noch nicht). Kehre zurück zum Meeting Room.

Du bist schneller und hast Zeit?

Für dich gibt es die PÄDcast Folge mit Professor Renner zur Ko-Konstruktion

Gibt es noch jemand der schneller ist oder hast du eine Übungsperson zu Hause?

Prima, dann lade dir die Selbsterfahrung herunter und probiere das Ganze mal in der Praxis aus.

 
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TEILHABE IST MÖGLICH.

Fundiertes Wissen sammeln und praxisnahe Ideen entwickeln.

Gemeinsam auf der Basis genauer Beobachtung mögliche Lösungswege finden.

Gemeinsam ausprobieren, Anleitung erfahren, reflektieren und weiterentwickeln.

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