Lila

July 23, 2018

 Für den wundervollen Kurzfilm "Lila" durfte ich im Auftrag des Katholischen Filmwerks Frankfurt eine Arbeitshilfe gestalten.

Einen kleinen Auszug zur Anregung möchte ich Ihnen hier zur Verfügung stellen:

 

(...) Kontrollüberzeugen, wie „ich kann“, im Sinne einer positiven Selbstbewertung und Erwartung, dass ein bestimmtes Verhalten mit Erfolg ausgeführt werden kann, beschreibt Bandura als förderliche „Selbstwirksamkeitserwartung“. Auch Kaluza bestätigt die hohe Wirksamkeit der Selbstwirksamkeitserwartung: „Nur wenn jemand daran glaubt, eine Bewältigungshandlung selbst durchführen zu können, wird er motiviert sein, ein Problem instrumentell anzugehen.“

Das bestätigt auch Lewitan, der die soziale Intelligenz auf der personalen Ebene in den Fokus rückt. Damit meint er vor allem die Fähigkeit zur „Selbstbeeinflussung und -steuerung, sich selbst beruhigen zu können und sich von seinen Gefühlen nicht überwältigen zu lassen.“.

 

Durch soziale Beziehungen in früher Kindheit werden die Fähigkeiten zur Emotionsregulierung entwickelt. Damit wären wir wieder bei der Bedeutung der Bindung in früher Kindheit.

 

Die emotionale Kompetenz wird von Glasenapp erweitert und unterteilt in folgende Fähigkeiten:

  • Gefühle bewusst wahrnehmen können

  • Gefühle erkennen und benennen können

  • Ursachen aktuellen Befindens erkennen können

  • Sich in belastenden Situationen innerlich unterstützen können

  • Eigene Gefühle aktiv positiv beeinflussen können

  • Negative Gefühle akzeptieren und aushalten können

  • Sich mit belastenden Situationen konfrontieren können

Ein wirksames Fazit in therapeutischer Behandlung und Coaching zieht Glasenapp mit dem „Validieren“. Die Emotionen werden vom Gegenüber, der therapierenden Person, wahrgenommen, genannt und gespiegelt. So kann es zu einer Kohärenz kommen, einer Übereinstimmung zwischen innerer Emotion und äußerem Erleben.

Motivationsfaktoren, Kohärenz und Sinnerleben spielen eine große Rolle bei der langfristigen Verarbeitung kritischer Lebensereignisse.

 

Antonovsky unterscheidet drei Komponenten, aus denen sich Kohärenzerleben zusammensetzt: Das Gefühl seine Situation und Umgebung zu verstehen, das Gefühl der Machbarkeit und das Gefühl der Sinnhaftigkeit. Daraus lässt sich schließen, wie wichtig es ist Kindern, die einen Verlust erleiden, zu erklären wie es dazu kommen konnte.

Vorbilder zu haben, die es auch geschafft haben, denen ähnliches passiert ist und die gute Wege für sich gefunden haben, sind sehr hilfreich bei der Bewältigung. Sinnerfüllung für sich selbst zu finden, kann ein langwieriger Prozess sein. Frankl zeigt drei Wege auf, wie Sinnerfüllung erfolgen kann: durch schöpferische Tätigkeit (wie hier in dem Film „Lila“ durch das phantasievolle Zeichnen dargestellt), emotional bedeutsame Erfahrungen und durch die Annahme von Leiden (Leidensfähigkeit). Er stellt dar, dass ausschließlich negative Situationen mittel- und langfristig als Chance zur inneren Reifung führen können. Damit stellt er kritische Lebensereignisse als einen natürlichen Baustein für menschliche Entwicklung dar, ohne die wir weniger reifen würden.

 

(...)

 

HIER lässt sich die ganze Arbeitshilfe herunterladen, man kann den Film mit sämtlichen Rechten erwerben und viele tolle weitere Filme entdecken, die für den pädagogischen Einsatz aufbereitet sind.

 

 

 

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