• Alicia Sailer

Jahresrückblick 2020

Vorab möchte ich mich bei Ihnen ganz herzlich bedanken, dass Sie dieses verrückte Jahr mit mir beschritten haben, weiterhin Dienstleistungen angefragt haben und ich Dank Ihnen auch in diesem herausforderndem Jahr die Selbständigkeit meistern konnte!


Ich freue mich über jeden Kontakt, jede Anregung, jede Fragestellung und Inspiration, die ich durch Sie erfahre! Auch jedes Interview für den PÄDcast, jedes Wunschthema von Ihnen hat meinen Berufsalltag bereichert!


Es war großartig, dass sich viele Kund*innen im Lockdown mit online Angeboten arrangieren konnten und wir trotz der Computer zwischen uns auf Augenhöhe an Ihren Themen arbeiten konnten. Dass dieses möglich war und vielmehr noch, auch zu neuen Netzwerken geführt hat, erfüllt mich mit großer Dankbarkeit!


Nun schaue ich auf das Jahr zurück und teile gerne mit Ihnen, was da so alles passiert ist.


Spoiler: ganz unten finden Sie Termine für 2021 :)


Beispiel Bild aus dem eBook des Schnupperkurses als kleiner Einblick. Die Geschichte des Fachbereichs der Heilpädagogik wird beschrieben.
Einblick eBook des Schnupperkurses der HP+

JANUAR


Der Schnupperkurs zum Kennenlernen der Heilpädagogik und der HP+ ist fertiggestellt. Meine Schilddrüse und damit einhergehende Gesundheit beschäftigt mich, neue Aufträge trudeln ein.



FEBRUAR

Die UK Fachtage in Schwäbisch Hall werden vorbereitet, Flyer für die HP+ verteilt und Werbung zur HP+ wird gestaltet, sowie an Fachzeitschriften zur Veröffentlichung gesandt.


Es wird ein Flyer der Fachschule gezeigt.
Flyer Fachschule für Heilpädagogik Schwäbisch Hall

MÄRZ

Ich schließe die Defensio zu digitalen Informations- und Kommunikationstechnologien in der Heilpädagogik und Curriculum mit Auszeichnung ab.

Über die UK Fachtage mit einem Workshop zur Teilhabe-Kultur freue ich mich sehr. Es ist immer wieder schön alte Gesichter wieder zu sehen und neue Bekanntschaften zu schließen. Ein Workshop zur Unterstützen Kommunikation für ein Fachtreffen des Diakonischen Werks in Baden Württemberg wird vorbereitet. Zu dem Zeitpunkt ist mir noch nicht klar, dass dieses, wie weitere Vorträge, entfallen wird. Nur wenige Tage danach: der Lockdown. Ich nutze die Zeit, um weitere Finanzierungsanträge für die Realisierung der HP+ zu stellen. Die letzten Bewerbungsgespräche mit potentiellen Dozent*innen finden digital statt. Die Sonne scheint, ein Yogavideo wird aufgenommen, um das Onlineangebot zu erweitern.

Das Buch Mit Teilen Teil Haben erscheint beim Von Loeper Verlag. Krümelchen, das Corona-Monster kommt mit zur Therapie zu den Kindern nach Hause und die ersten wagen sich an online Therapiestunden heran, was erstaunlich gut funktioniert.


An der Tür hängt ein Bitte - Nicht - Stören - Schild
Seminarraum Donau-Uni Krems


APRIL

Im April ist die Lohnsteuer (für alle Unternehmen - Hurra!) fertig. Die Erstellung der Arbeitshilfe zum Film "Good Luck" macht mir viel Freude und öffnet mir die Augen: wieviel ich mich mit dem "Glück" doch schon auseinander gesetzt habe... Ich sortiere meine Bücherregale nach Genres und bin dadurch noch glücklicher. Privat starte ich mit einer Freundin ein Foto-Kunst-Projekt, das mich nochmal anders auf die Pandemie blicken lässt.


In der Schaufenster Aufschrift "gemeinsam da durch" spiegelt sich die Michaelskirche Schwäbisch Hall
Spiegelung der Michaelskirche im Schaufenster


MAI

Endlich wieder UK unterrichten! Ich liebe es mit Fachschüler*innen zu arbeiten, die kritisch, wach und engagiert sind! Hoffnung: das Morgen kann nicht so schlecht aussehen, wenn die unsere Zukunft sind...

Für die HP+ werden wieder Flyer verteilt, ich nehme an einem Online Seminar (weil alle plötzlich darüber reden, dass man nicht mehr Webinar sagen darf) teil und gestalte die Homepage für das neue Unternehmen eEmpower.


Es stehen Einzeltische mit Stühlen verteilt im Raum, um Abstand wahren zu können, ein Fenster ist zum Lüften geöffnet
Seminarraum - auf Abstand


JUNI

Die Lernwelt wird mit der Firma Magh und Boppert umgesetzt, ich bin glücklich eine Alternative gefunden zu haben, die den Ansprüchen an Einfachheit und Umfang gerecht wird.

Über den AGB sitze ich mehrere Tage und ich bin wieder daran erinnert, weshalb ich keine Juristin geworden bin (abgesehen von der fehlenden Zugangsberechtigung...). Ein Besuch in Heidelberg lässt fast Urlaubsgefühle aufkommen. Die HP+ Homepage bespreche ich mit Laura Friedrich, die tolle Anregungen hat, wie zum Beispiel Mockups, wie solche, einzubauen:


Auf einem Schreibtisch liegen typische Utensilien, wie Stifte, Kopfhörer und Bücher. Im Computer ist eine Vorschau der BBA Homepage zu sehen. Die Seite zur Beratung wird angezeigt. Im Hintergrund ist auf einem Bild Alicia Sailer zu sehen.
Beratung findet auch online statt

Ein Webinar zur Digitalisierung mit Professor Kreidenweis unterstützt mein weiteres Vorhaben und lässt mich mit einer langen To Do Liste zurück.

Die Raumbesichtigung im Haus der Bildung mit dem Regierungspräsidium verläuft nicht ganz, wie geplant, geht dann aber doch noch gut zu Ende.



JULI

Konzeptionelle Überlegungen zur Umsetzung von UK Projekten mit Organisationen der Behindertenhilfe beflügeln mich. Es ist eine Freude ein tragfähiges Konzept zu erarbeiten, das Menschen unterstützen wird, wirklich teil zu haben.

Die Aufträge des Regierungspräsidiums werden erledigt. Das Büro ziehe ich um auf den Balkon, wo ich die Abschlussberichte der heilpädagogischen Hilfen schreibe. Hier nehme ich auch am Kurs "Schulen agil führen" teil. Herrlich!


ein blaues, rundes Kuscheltier mit großen Augen sitzt mit einem Stofftier Hund auf einem Tisch. Vor ihnen liegt ein Blatt Papier auf dem ein Kind gemalt hat.
Krümelchen das Corona-Monster zu Besuch

AUGUST

Mein Vater wird operiert und wir hüpfen, als es ihm besser geht, gemeinsam auf einem Bein (zusammen ist doch alles leichter...). Die Arbeit ruht, ich entspanne mich in Hamburg am Elbstrand und besuche Familie.


Zwei Hände halten Moos, in dem zwei Augenpaare einen anblicken. Auf dem Plakat steht "Nachhaltigkeit leben und vorleben".
Plakat der HP+ zur Nachhaltigkeit

SEPTEMBER

Das Curriculum der HP+ wird überarbeitet, die Fachschule wird erst ein Jahr später starten, Dozent*innen sind abgesprungen und neue werden rekrutiert.

Eine Praktikantin für das digitale Marketing wird eingearbeitet und begleitet.

Mit dem Heilpädagogik Helferkreis sitze ich im Biergarten und fülle nicht datenschutzkonform Zettel aus, die auf einem unregelmäßigen Stapel zur Schau gestellt werden...

Ich arbeite mich in die Funktionen der Lernwelt ein und kläre mit dem Verlag den Inhalt meines nächsten Buchprojekts.

Zu den Nachhaltigkeitstagen stehe ich an einem regionalen Stand, habe spannende Begegnungen und verteile barrierefreie Masken.


OKTOBER

Zwischen der "normalen" Arbeit, wie Beratungen, Unterricht und Therapie, verteile ich Poster und Plakate, eine Webkampagne startet. Der umfangreiche Einführungskurs für die Dozent*innen der HP+ ist fertig gestellt. Es finden Telefonate und digitale Treffen mit potentiellen Expert*innen für eEmpower statt, die ersten Verträge werden geschlossen. Mit der VHS in Schwäbisch Hall werden Vorträge und Workshops geplant.

Zur Abwechslung schreibe ich keine Stellungnahme zur Heilpädagogik, Unterstützten Kommunikation oder Finanzierungsanträge, sondern begleite eine Person mit Behinderung im Prozess der ihr gegenüber ausgesprochenen Kündigung. Gemeinsam erarbeiten wir, wie ein bedarfsgerechter Arbeitsplatz gestaltet sein müsste.


Es ist ein Computerbildschirm mit drei Vorschaubildern der eEmpower Homepage dargestellt.
eEmpower - Lernwelt für das Sozialwesen

NOVEMBER

Es findet ein Infostream der HP+ und ein Livestream zum E-Learning statt.

Ich erfreue mich am UK Unterricht und blamiere mich bei der Mitgliederversammlung von FINSOZ. Nicht einmal zum ersten Mal... Na ja, Schwamm drüber und weiter geht´s. Es finden viele Gespräche mit potentiellen Expert*innen für eEmpower statt.


DEZEMBER

Ausgelöst durch Gespräche mit Heilerziehungspflege Fachschüler*innen entsteht ein Onlinekurs und eine PÄDcast Folge zu Teamness.

Zu Nikolaus werden an regionale Stellen Eiskratzer mit QR Code zur HP+ Homepage verteilt. Für die Fachschule wird ein Kalender gestaltet mit 12 Tipps zum Umgang mit uns herausforderndem Verhalten. Diesen können Sie selbstverständlich auch erhalten.

Für Bekannte gestalte ich mit einem Greenscreen Fotos der Familie für Weihnachts-karten.

Und dann ist es auch schon fast rum das Jahr... Weihnachten verbringe ich mit meinen Patenkindern. Deren aufgeregt fröhliche Stimmung lässt mich fast vergessen, dass ich kurz vor dem Lockdown eine Kund*in versetzt habe. Das passiert mir für gewöhnlich nicht und lässt vermuten, dass mir zum Jahresende doch die Puste etwas ausgeht.

Und so genieße ich den Urlaub mit viel Ruhe und lieben Menschen - am Bildschirm.


MEINE LEARNINGS AUS DIESEM JAHR:

  • Agilität ist alles - aber sowas von!

  • Fehler sind meine Freunde

  • Zusammen ist alles leichter

  • Monster als Co-Therapeuten sind eine gute Idee

  • Digital geht mehr Wärme, Herzlichkeit und Miteinander, als man auf den ersten Blick vermuten mag (und doch ist Therapie ohne Bildschirm schöner)